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Die kunterbunten Piratenburschen beweisen wieder mal, dass sie Bretter nicht nur in ihren Schiffen verarbeiten, sondern sich offenbar auch vor das Hirn kleben und nehmen im Eilverfahren den unter Kinderpornografieverdacht stehenden Ex-SPDler Jörg Tauss in ihre Partei auf, ohne irgendwelche Diskussionen oder Abstimmungen. Gute Idee: Damit bekommt die Berichterstattung der Bildzeitung über die Netzsperrengegner vielleicht nachträglich sogar noch ihre Legitimation. Aber wenigstens haben sie so einen Abgeordneten für noch ein paar Tage im Bundestag und kriegen vielleicht zwei Schlagzeilen in Medien, die niemand liest.  Man muss halt Prioritäten setzen. Noch unappetitlicher sind die englischen „Bürgerjournalisten“ auf Twitter, die hemmungslos über die Missstände im Iran aufklären und auf Videos verlinken, in denen Protestierende erschossen werden. Natürlich im Stil: „Guckt euch das bloß nicht an, es ist grausam!!!: [Link]“. Zum Glück ist Stefan im Urlaub, der würde bei sowas wie Rumpelstilzchen im Dreieck springen. Womit er natürlich Recht hätte: Man könnte sich grün ärgern über so viel Dummheit.

René hat inzwischen seine eigenen Sorgen: Er findet, dass der Zensursula-Song, der laut einem seiner Kommentatoren von Netzpolitik „gehyped“ wird, ganz stumpfer Ballermann-Techno ist (manch einer mag sich fragen, wie er bloß auf solch absurde Ideen kommt) und dass es dem Song an Ernsthaftigkeit für Demos mangelt (ne, oder?). Nachdem er diese Bedenken geäußert hat, bloggt er erst mal über Zombiefilme. Die olle Rampensau Rob Vegas hingegen twittert nach dem großen Coup stündlich die Viewzahlen seines tollen Hits und auf Youtube steht bei dem Track plötzlich dabei, dass der Song Copyright by „Revilo Records“ wäre. Äh, …was? Kein Piratengeist mit CC-Lizenz?

Der arme Nico sitzt derweilen ganz alleine in der Ecke rum und versucht eher sich selbst als irgendwen sonst davon zu überzeugen, dass die SPD doch nicht so doof ist, wie alle sagen. Wenigstens Sascha, der sonst immer sein Gesicht im Namen der Partei in zig Kameras gehalten hat, könnte doch mit ihm spielen,  aber der ist besorgniserregend still seit dem Gesetzbeschluss. Menno.

Und dann schläft sie wieder, unsere lustige kleine Web2.0 Welt.  Morgen ist doch auch wieder ein Tag, um ganz ganz viel am Bildschirm rumzuhängen und der Welt Sachen mitzuteilen.